Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Gustav Körner
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Gustav Philipp Körner, selten auch Gustav Peter Körner genannt, in den USA Gustave Koerner (* 20. November 1809 in Frankfurt am Main; † 9. April 1896 in Belleville, Illinois), war ein deutsch-amerikanischer Rechtsanwalt und Richter, Diplomat und Staatsmann. Der Freund von Abraham Lincoln war Botschafter der Vereinigten Staaten in Spanien und Vizegouverneur des Bundesstaates Illinois. Auch mit der Geschichte der deutschsprachigen Presse in Belleville ist sein Name eng verbunden.

Contents

‱ Familie
‱ Leben
‱ Der Demokrat
‱ Schriften
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Familie

Gustav Körner war der Sohn des Frankfurter Verlegers, Buch- und KunsthĂ€ndlers Bernhard Körner (1776–1829) und seiner Ehefrau Maria Magdalena KĂ€mpfe (1776–1847), Tochter eines anderen Frankfurter BuchhĂ€ndlers. Schon bei der Wahl seines Vornamens war ein wenig Politik im Spiel: Körners Vater, ein Frankfurter Liberaler, wollte mit dem Vornamen Gustav den Widerstand des im Geburtsjahr dieses Sohnes abgesetzten schwedischen Königs Gustav Adolf IV. (1778–1837) gegen Napoleon wĂŒrdigen. Körners zweiter Vorname hat dagegen nichts mit Politik zu tun: Er erinnert an Gustav Körners Taufpaten Philipp Peter Raeder oder Roeder aus Heilbronn, einen mit Bernhard Körner befreundeten Kaufmann. Mal wurde Körner mit zweitem Vornamen Philipp, weniger oft Peter genannt.

Gustav Körner heiratete am 17. Juni 1836 in Belleville (Illinois) Sophie Engelmann (* 16. November 1815 in Imsbach, Donnersbergkreis, Kurpfalz; † 1. MĂ€rz 1888 in Belleville), die Tochter des Friedrich Engelmann und der Elisabeth Kipp und jĂŒngere Schwester seines Freundes und frĂŒheren Kommilitonen Theodor Engelmann (1808–1889). Körner kam mit der Familie Engelmann in die USA. Mit Sophie Engelmann verlobte er sich bereits auf der Überfahrt dorthin. Das Ehepaar Körner hatte acht Kinder.

Leben

Der deutsche RevolutionÀr

Körner studierte ab 1828 Rechtswissenschaft an der UniversitĂ€t Jena und engagierte sich schon dort in der liberalen bzw. republikanischen Studentenbewegung; er wurde Mitglied der Burschenschaft Germania Jena. Als er sein Studium an der UniversitĂ€t MĂŒnchen fortsetzte, kam er 1830 wegen seiner Beteiligung an studentischem Aufruhr sogar fĂŒr vier Monate ins GefĂ€ngnis. Als Reaktion auf diese so genannten MĂŒnchener Dezemberunruhen wurde die UniversitĂ€t MĂŒnchen kurzzeitig fĂŒr mehrere Tage geschlossen. Körner wechselte 1831 an die UniversitĂ€t Heidelberg, wo er 1832 zum Doktor der Rechte promoviert wurde, auch hier wurde er Mitglied einer politisch aktiven Studentenverbindung (Alte Burschenschaft Franconia Heidelberg).

Auf dem Frankfurter Burschentag 1831 setzte der revolutionĂ€r gesinnte Körner eine VerschĂ€rfung des Tendenzparagrafen durch. Nunmehr strebte die Burschenschaft die „HerbeifĂŒhrung eines frei und geordneten und in Volkseinheit bestehenden Staates“ an. Im Mai 1832 nahm Körner mit einer Gruppe Heidelberger Studenten (Burschenschaft Frankonia) am Hambacher Fest teil. Körner ist zwar nicht auf der Rednerliste dieses Freiheitsfestes zu finden; er gehörte jedoch dem bald verbotenen Vaterlandsverein zur UnterstĂŒtzung der freien Presse an, der zur Teilnahme an diesem Fest aufgerufen hatte. Der Frankfurter Sektion des Vereins, in der Körner aktiv war, kommt eine SchlĂŒsselrolle bei der Vorbereitung des Frankfurter Wachensturms am 3. April 1833 zu. Dieser Umsturz sollte aus dem von FĂŒrsten regierten Deutschen Bund eine deutsche Republik formen und freie Wahlen durchsetzen. Frankfurt, der Ort des geplanten Umsturzes, war stĂ€ndiger Tagungsort der Gesandten des Deutschen Bundes.

WĂ€hrend der Vorbereitung des Wachensturmes traf Körner in Kassel mit dem Marburger Rechtsprofessor und Politiker Sylvester Jordan (1792–1861) zusammen, der ein wichtiges Amt in einer von den AufstĂ€ndischen geplanten Übergangsregierung ĂŒbernehmen sollte. Am Abend des 3. April befehligte Körner einen der drei Stoßtrupps, die gegen die Hauptwache vorgehen sollten. Gegen 21.30 Uhr eröffneten sie den Angriff auf die von etwa 50 Soldaten verteidigte Wache. Nach kurzem Handgemenge, bei dem mehrere Verteidiger fielen, ergab sich die Wachmannschaft.cite-ref-0-1-0[1] Innerhalb kurzer Zeit formierte sich das Frankfurter Linienbataillon zum Gegenangriff. Gegen die Übermacht hatten die AufstĂ€ndischen keine Chance. Nach einem kurzen, aber heftigen Feuergefecht wurden die Hauptwache und die nahe gelegene Konstablerwache zurĂŒckerobert. Der durch einen Bajonettstich verwundete Körner verbrachte die Nacht in der Wohnung eines Freundes am Roßmarkt. Am nĂ€chsten Morgen floh er mit Hilfe seiner Schwester Auguste ĂŒber Darmstadt nach Heidelberg und Karlsruhe, von dort aus nach Frankreich.cite-ref-0-1-1[1] Mit Freunden ging der steckbrieflich gesuchte Rechtsanwalt in Le Havre an Bord des Segelschiffes Logan mit dem Ziel USA (siehe: Dreißiger). In St. Louis (Missouri) wollte er in einer „freien Gemeinschaft“ leben (siehe: Freidenker).

Der Deutschamerikaner und Gegner der Sklaverei

Doch in St. Louis angekommen, missfiel ihm als ĂŒberzeugtem FreiheitskĂ€mpfer die in Missouri und einer Reihe anderer US-Bundesstaaten erlaubte Sklaverei, weshalb Körner mit der Auswanderergruppe der pfĂ€lzischen Familie Engelmann, der er sich in Le Havre angeschlossen hatte, in das St. Clair County (Illinois) nur wenige Kilometer jenseits des Mississippi River weiterzog (siehe: Latin Settlement). Er erwog zunĂ€chst, den Beruf zu wechseln und sich ganz der Publizistik zu verschreiben. Über seinen Ă€lteren Bruder, den BuchhĂ€ndler und Verleger Carl Gottfried Körner (1798–1857) in Frankfurt, schickte er selbst verfasste Artikel ĂŒber Amerika an deutsche Zeitungen. In einer fĂŒnfteiligen Serie ĂŒber einen „Ausflug in das Missourital“ fĂŒr Cottas Zeitung Das Ausland, die im Februar und MĂ€rz 1834 erschien, verurteilte er die Sklaverei: „Es sollte durchaus kein Deutscher in einen Sklavenstaat gehen. Illinois hat mit seiner Freiheit einen großen Vorzug vor seinem Nachbarstaate.“ Und er sagte mit Weitsicht den drohenden BĂŒrgerkrieg voraus: „Der Bruch zwischen den Freien und Sklavenstaaten wird unvermeidlich, und wer möchte sich auf der schlechten Seite als Streiter finden lassen?“ Die Artikelserie bedeutete zugleich eine erste Auseinandersetzung Körners mit dem 1829 in Deutschland erschienenen Missouri-Buch von Gottfried Duden, das aufgrund seiner unkritischen und beschönigenden Sichtweise viele Auswanderer in diesen Bundesstaat lockte. Körner erweiterte seine Serie zu der 62-seitigen Schrift Schilderung des gegenwĂ€rtigen Zustandes der westlichen Staaten Nord-Amerika’s, die im Herbst 1834 von seinem Bruder Carl Gottfried in dessen Frankfurter Verlag veröffentlicht wurde. Untertitel: „Ein Schriftchen fĂŒr den gebildeten Auswanderer in einer vollstĂ€ndigen Beleuchtung von Duden’s Bericht ĂŒber eine Reise in die westlichen Staaten Nord-Amerika’s.“ Diese Schrift habe den Zweck gehabt, „die allzu glĂ€nzenden Anschauungen Duden’s auf ihren wahren Werth zurĂŒckzufĂŒhren“, heißt es in einer RĂŒckschau auf Körners Leben, die am 11. Januar 1899 in der „Belleviller Zeitung“, der JubilĂ€umsausgabe zum 50-jĂ€hrigen Bestehen dieses Blattes, erschien. Dort ist auch dies festgehalten: „Wie aufrichtig und ernstlich Herr Körner fĂŒr die Abschaffung der Sklaverei eingenommen war, davon unter vielen anderen nur ein Beispiel: Als er eines Tages in jener denkwĂŒrdigen Zeit der Antisklaverei-Bewegung von einem GeschĂ€ftsritt aus dem Lande zurĂŒckkehrte, fand er auf dem öffentlichen Platze in Belleville eine große Menschenmenge in großer Aufregung angesammelt. Nach der Ursache dieser ungewöhnlichen Menschenansammlung sich erkundigend, erfuhr er, daß soeben ein Sklave zum Verkauf ausgeboten werde. Herr Körner stieg von seinem Pferde, begab sich zum Versteigerungsstande, kaufte den Sklaven und schenkte ihm sofort die Freiheit.“

Körner war sehr bemĂŒht, ein guter Amerikaner zu werden, lernte deshalb – im Gegensatz zu vielen deutschen Landsleuten – sofort Englisch und setzte 1834/35 seine juristischen Studien an der Transylvania University in Lexington (Kentucky) fort. Ab 1835 praktizierte er in Belleville als Rechtsanwalt in eigener Kanzlei. Er war entsetzt, welches falsche Bild sich seine Landsleute in Deutschland von Amerika machten. Deshalb unterstĂŒtzte er 1837 das Projekt einer „nordamerikanischen Zeitschrift fĂŒr Deutschland“ (Untertitel), das unter dem Namen Das Westland von dem als Arzt in St. Louis tĂ€tigen George Engelmann (1809–1884), der wie Körner aus Frankfurt stammte, gestartet wurde. Die in St. Louis verlegte und bei einem Onkel Engelmanns in Heidelberg gedruckte Dreimonatsschrift, die ein falsches Amerika-Bild korrigieren wollte, fand aber nicht die erhoffte Resonanz und musste nach nur drei Ausgaben ihr Erscheinen einstellen. Körner verfasste unter dem KĂŒrzel „G. K.“ mehrere BeitrĂ€ge fĂŒr diese Zeitschrift.

1838 erhielt Gustav Körner die US-amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft.

1842 ĂŒbernahm er mit Erfolg das Gerichtsverfahren zur Rehabilitation des von seiner Gemeinde, der „Apostolisch-lutherischen Episkopalkirche zu Stephansburg“, in St. Louis vertriebenen Bischofs Martin Stephan.

Der Demokrat

Auch in seiner neuen Heimat engagierte sich Körner politisch und ermutigte auch seine deutschen Landsleute dazu. Schon seit 1837 war Körner AnhĂ€nger der 1828 gegrĂŒndeten Demokraten, wurde sogar in hohe ParteiĂ€mter gewĂ€hlt, doch konnte er sich mit der generellen Einstellung seiner Partei zur Sklaverei nicht lĂ€nger abfinden. 1856 wechselte er deshalb zu den 1854 als Partei gegen die Sklaverei gegrĂŒndeten Republikanern (siehe: Abolitionismus).

Seinem Heimatstaat Illinois diente er in diesen Jahren in mehreren Funktionen, u. a. von 1842 bis 1843 als Mitglied des ReprĂ€sentantenhauses, von 1845 bis 1851 als Richter am Obersten Gerichtshof des Staates Illinois. Als 1848 die Nachrichten von der Revolution in Deutschland die USA erreichten, war der einstige WachenstĂŒrmer begeistert. Körner spielte eine Weile mit dem Gedanken, in seine Heimatstadt zu reisen und den Weg Deutschlands zur demokratischen Paulskirchenverfassung hautnah mitzuverfolgen. Obwohl er unter die 1848 von der Stadt Frankfurt verkĂŒndete Amnestie fiel und die 1835 erfolgte Aberkennung der BĂŒrgerrechte der Freien Stadt Frankfurt damit rĂŒckgĂ€ngig gemacht worden war, rieten ihm seine Ă€ltere Schwester Pauline (1804–1856) und sein Bruder Carl Gottfried, die beide in Frankfurt lebten und die Erfolgsaussichten der Revolution mit großer Skepsis betrachteten, in Briefen nachdrĂŒcklich davon ab, diese Reise anzutreten. Körner blieb in Amerika.

„Körner, der die revolutionĂ€ren AktivitĂ€ten von 1848 durchweg unterstĂŒtzt hatte, ertrug nur mit MĂŒhe die Überheblichkeit der 48er gegenĂŒber seiner Generation und reagierte mit der Bezeichnung "GrĂŒnlinge" auf das Eintreffen der Neuankömmlinge, die ihm wegen ihrer "Arroganz und ihres herrischen, gebieterischen Verhaltens" fĂŒr das Wiederaufleben antideutscher GefĂŒhle unter den Amerikanern verantwortlich schienen.“

–

Patricia A. Herminghouse, Univ. of. Rochester, 1986

Von 1853 bis 1857 war Körner Vizegouverneur („Lieutenant Governor“) von Illinois unter Gouverneur Joel Aldrich Matteson. Als dieser PrĂ€sident der Eisenbahngesellschaft Chicago and Alton Railroad wurde, sollte Körner das Amt des Gouverneurs ĂŒbernehmen, doch seine „fremdlĂ€ndische Abstammung“ als Deutscher und seine radikale politische Einstellung gegen die Sklaverei machten dies unmöglich.

Der Zeitungsmacher

Um den Wahlkampf des seit 1837 amtierenden US-PrĂ€sidenten Martin Van Buren (1782–1862) zu unterstĂŒtzen, der aus dem Lager der Demokraten kam und seine Wiederwahl anstrebte, grĂŒndete der politisch ambitionierte Rechtsanwalt Gustav Körner 1840 in Belleville die Zeitung „Der Freiheitsbote fĂŒr Illinois“. Es war die erste in diesem Bundesstaat erscheinende deutsche Zeitung. Gedruckt wurde sie allerdings im benachbarten St. Louis. Körner selbst bezeichnete das von Mai bis November 1840 erscheinende Blatt – die meisten BeitrĂ€ge stammten aus seiner eigenen Feder – als wöchentliche Wahlkampfzeitung (campaign paper). Schon zwei Wochen nach dem ersten Erscheinen habe es 200 Abonnenten gegeben, vermerkte er in seinen Memoiren. Als auch die Demokraten von Missouri auf diese Zeitung aufmerksam wurden, Ă€nderte Körner den Titel in „Freiheitsbote fĂŒr Illinois und Missouri“. Van Buren gelang es nach schweren Rezessionsjahren allerdings nicht, sein PrĂ€sidentenamt zu verteidigen. Er gewann lediglich in sechs Bundesstaaten – Illinois zĂ€hlte dazu.

Vier Jahre nach Körner versuchte dessen Freund und Schwager Theodor Engelmann sein GlĂŒck als Zeitungsverleger. Er grĂŒndete 1844 den „Belleviller Beobachter“. Diese erste in Belleville gedruckte Zeitung war ein frĂŒher Versuch, deutsche Immigranten fĂŒr eine deutschsprachige Zeitung zu gewinnen. Doch das Blatt hatte Probleme, sich einen Markt zu erobern. Dies wurde auch dadurch erschwert, dass Engelmann 1844 zum Gerichtsschreiber des Kreisgerichtes von St. Clair County ernannt wurde und seiner Zeitung nicht mehr die erforderliche Zeit widmen konnte. Er verkaufte den Beobachter. Der neue Besitzer, Bartholomeus Hauck, ließ das Blatt bald eingehen und verlegte die Druckerei nach Quincy, wo er mit neuen ZeitungsgrĂŒndungen neue Misserfolge landete. Da der Bevölkerungsanteil der deutschstĂ€mmigen Belleviller in den folgenden Jahren betrĂ€chtlich anwuchs und außerdem seine Amtszeit am Kreisgericht endete, unternahm Theodor Engelmann 1848 den erneuten Versuch, in Belleville eine deutschsprachige Zeitung zu etablieren. Er ĂŒberzeugte Hauck, der zwischenzeitlich – ebenfalls ohne Erfolg – versucht hatte, als Verleger in St. Louis Fuß zu fassen, bei diesem Projekt mitzumachen und mit seiner Druckerei nach Belleville zurĂŒckzukehren.

Am 11. Januar 1849 erschien die erste Ausgabe der Belleviller Zeitung. Engelmann fungierte als EigentĂŒmer und Herausgeber, Hauck als Drucker. Das jeden Donnerstag erscheinende Blatt kostete im Jahresabonnement zwei US-Dollar. Die Deutschen stellten mittlerweile den grĂ¶ĂŸten Bevölkerungsanteil der Stadt Belleville. Daher konnte sich die „Belleviller Zeitung“ gegen zwei englischsprachige lokale BlĂ€tter behaupten. Im MĂ€rz 1849 ließ Engelmann seine Leser wissen, das Unternehmen sei festbegrĂŒndet und die Zeitung könne auch kĂŒnftig regelmĂ€ĂŸig erscheinen. An diesem Erfolg hatte Gustav Körner nicht unerheblichen Anteil. Über mehrere Jahre lag die Redaktion hauptsĂ€chlich in seinen HĂ€nden. Der gut beschĂ€ftigte Anwalt widmete dem politisch auf Seiten der Demokraten stehenden Blatt einen großen Teil seiner freien Zeit – ohne eigene finanzielle Interessen, wie er in seinen Memoiren betonte. Körner „nahm den regsten Antheil an dem Gedeihen der ‚Belleviller Zeitung‘ und fĂŒhrte meistens die Redaktion, obschon Herr Engelmann dem Namen nach als Redakteur fungierte“, schaute die Zeitung zu ihrem 50. Geburtstag auf diese Zeit zurĂŒck (JubilĂ€umsausgabe vom 11. Januar 1899).

Kurz vor seinem Amtsantritt als Vizegouverneur am 1. Januar 1853 meldete sich Gustav Körner mit Datum vom 23. Dezember 1852 in der Belleviller Zeitung doch einmal namentlich zu Wort – mit einer „ErklĂ€rung an die Leser“: „Obgleich die Redaktion der ‚Belleviller Zeitung‘ von mir nie förmlich ĂŒbernommen worden war, so habe ich doch dieselbe fast von ihrem Entstehen an, so weit und so oft es meine anderen BerufsgeschĂ€fte gestatteten, thatsĂ€chlich gefĂŒhrt, und mich gewissermaßen fĂŒr deren Richtung und Inhalt verantwortlich gehalten. Die Stellung, welche ich in einigen Tagen, als Beamter des Staates, einzunehmen habe, macht es mir unmöglich, die bisherige Verbindung mit der Zeitung zu unterhalten, und muß ich also damit auch jede weitere Verantwortlichkeit, die gewöhnlich ein Redakteur ĂŒbernimmt, fĂŒr den Inhalt derselben ablehnen. Ich werde indessen, so viel es meine Zeit erlaubt, der Zeitung meine Aufmerksamkeit schenken, und zu ihrem Gedeihen, wenigstens mittelbar beizutragen suchen. G. Körner.“

Körner blieb der Zeitung verbunden und schickte von nun an wöchentlich Berichte ĂŒber das politische Geschehen in der Hauptstadt von Illinois nach Belleville. In einer seiner ersten Meldungen fĂŒr die Rubrik „Eingesandt“ verkĂŒndete er stolz, dass der in Belleville lebende frĂŒhere Gouverneur von Illinois, John Reynolds (1788–1865), der von 1831 bis 1834 an der Spitze dieses Staates gestanden hatte, in Springfield zum „Sprecher des Hauses der Legislatur“ gewĂ€hlt worden sei und somit die „Vorsitzer“ des Staatssenats (er, Körner) wie der Legislatur (Reynolds) „beide Belleviller“ seien.

Doch bald erwuchs den Demokraten politische Konkurrenz, und die „Belleviller Zeitung“ begann, sich auf deren Seite zu schlagen: Am 16. MĂ€rz 1854 publizierte das Blatt die Satzung einer neuen „Vereinigung der freien Deutschen“. Es handelte sich um eine VorlĂ€uferin der Republikanischen Partei. Diese Vereinigung trat vor allem gegen eine weitere Ausbreitung der Sklaverei und fĂŒr deren allmĂ€hliche Abschaffung ein.

Der Republikaner

Der Demokrat Körner zĂ€hlte 1856 zu den MitbegrĂŒndern der Republikanischen Partei, feilte mit an deren Programm. Körner wurde im selben Jahr zum Vorsitzenden der Republikaner von Illinois gewĂ€hlt. 1858 war er PrĂ€sident der Wahlversammlung, die Abraham Lincoln fĂŒr den US-Senat nominierte. Hinter den Kulissen zweier großer Parteitage 1858 – zunĂ€chst auf der „State Convention“ von Illinois in Bloomington, dann auf dem nationalen Parteikongress in Chicago – gehörte er zu jener Gruppe einflussreicher republikanischer „Strippenzieher“, die Lincoln als PrĂ€sidentschaftskandidaten durchsetzten. Körner spielte im 1860er PrĂ€sidentschafts-Wahlkampf eine SchlĂŒsselrolle als Verbindungsmann zur wichtigen Gruppe der Deutschamerikaner und war einer von Lincolns politischen Beratern. Dass bei der Wahl 1860 die Deutschamerikaner Lincoln zu den wahlentscheidenden Stimmen verhalfen, gilt auch als ein Erfolg des unermĂŒdlichen WahlkĂ€mpfers Gustav Körner, der im gesamten Mittleren Westen als ein Sprecher der Deutschamerikaner geachtet war. Körner war ein Vertrauter Lincolns und galt als sehr einflussreich, was speziell in Bezug auf seine deutschen Landsleute von politischer Bedeutung war. So warnte er Lincoln davor, in seinem Wahlkampf Friedrich Hecker (1811–1881) zu den Deutschen sprechen zu lassen, da dieser bei den Katholiken als „Antichrist“ verfemt sei. Körner hatte sich mit dem badischen RevolutionĂ€r Hecker einst in Heidelberger Studententagen ein Duell geliefert. 1848, nach Heckers Emigration in die USA, hatte ihm Körner geholfen, eine Farm in Summerfield in der NĂ€he von Belleville zu finden.

Nach dem Wahlsieg Lincolns (AmtseinfĂŒhrung am 4. MĂ€rz 1861) blieb Körner zunĂ€chst ein politisches Amt versagt, worĂŒber er sehr enttĂ€uscht war, was in mehreren Briefen an Lincoln deutlich wurde. So arbeitete Körner zunĂ€chst 1861 an der Aufstellung des „43rd Illinois Regiment“, wurde aber vor Abschluss dieser Aufgabe im August des Jahres im Rang eines Colonels (Oberst) zum Quartiermeister bei General John C. FrĂ©mont ernannt (offizielles Kommando: 28. September 1861 – 10. Februar 1862 / Quelle: Illinois Trails History and Genealogy). Im Januar 1862 empfahl ihn Lincoln an General Henry Wager Halleck weiter zur Anstellung im Rang eines Brigadegenerals des Unionsheeres. Doch schon im April 1862 musste Körner aus gesundheitlichen GrĂŒnden den Dienst quittieren.

Als Carl Schurz (1829–1906) im selben Jahr 1862 sein Amt als Botschafter in Madrid aufgab, erhielt Körner mit Nominierung vom 6. Juni und BestĂ€tigung durch den US-Senat am 12. Juni 1862 endlich sein ersehntes politisches Amt und wurde Schurz’ Nachfolger. Lincoln schickte ihn mit einer nicht einfachen Mission nach Spanien. Er sollte verhindern, dass Spanien wĂ€hrend des amerikanischen BĂŒrgerkriegs fĂŒr die Seite der SĂŒdstaaten Partei ergriff. Obwohl dem „Envoy Extraordinary and Minister Plenipotentiary of the United States of America“ (so Körners genauer Titel als Botschafter) dies gelang, war Körner in Spanien unzufrieden. Er bat seinen PrĂ€sidenten mehrfach um Ablösung. Ein wichtiger Grund: Die finanzielle Dotierung dieser Botschafterstelle reichte bei weitem nicht aus, den enormen reprĂ€sentativen Verpflichtungen am spanischen Hof gerecht zu werden. Körner musste Geld aus seiner Privatschatulle zulegen. Ende des Jahres 1864 verließ er den diplomatischen Dienst und kehrte in die USA zurĂŒck. Kaum wieder zuhause, war er am 5. Mai 1865 einer der zwölf SargtrĂ€ger, die den ermordeten Abraham Lincoln in dessen Heimatstadt Springfield auf dem „Oak Ridge Cemetery“ zu Grabe trugen. Nur ein SargtrĂ€ger stammte nicht aus Springfield: Es war der Lincoln-Freund aus Belleville.

Die Reise als Botschafter nach Madrid 1862 nutzte Körner zu einem Besuch in seiner Heimatstadt am Main. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb 1996 anlĂ€sslich seines 100. Todestages, dies sei „der erste Besuch seit seinem abrupten Abschied 1833 und auch der letzte“ gewesen.cite-ref-0-1-2[1] In Frankfurt waren der Wachensturm und die AufstĂ€ndischen in schlechter Erinnerung, da die Stadt anschließend der Bundesexekution unterworfen und mit einer militĂ€rischen Besatzung belegt worden war. Aus den Schriften Körners geht unzweideutig hervor, dass er Frankfurt sowohl 1863 wĂ€hrend seiner Zeit als Botschafter in Spanien als auch 1864 auf der RĂŒckreise von Madrid in die USA weitere Besuche abstattete. Bei seinem ersten Besuch 1862 traf Körner in Frankfurt auf einem Festbankett mit dem Komponisten Richard Wagner (1813–1883) zusammen. Körner war ein großer Liebhaber klassischer Musik. Doch dĂŒrften beide nicht nur ĂŒber Musik geplaudert haben: Hatten doch beide Erfahrungen als RevolutionĂ€re – der eine als WachenstĂŒrmer anno 1833, der andere als BarrikadenkĂ€mpfer 1848/49 in Dresden.

„Deutschland ist zwar nicht mehr der enge KĂ€fig, wie vormals, in dem kein freier Flug denkbar war. Aus dem KĂ€fig ist ein kolossales Vogelhaus geworden, in dem sich die B e s c h e i d e n e n so frei bewegen können, dass sie glauben, sie flögen in unbegrenzten RĂ€umen. Ein Adlerflug wĂŒrde sich aber bald an den starken DrĂ€hten stoßen, welche das große GehĂ€use einschließen.“

–

Gustav Körner, Das deutsche Element, 1880

Der RuhestÀndler

Seinen Ruhestand verlebte Körner bis zu seinem Tod in Belleville, konnte sich aber noch in einigen EhrenĂ€mtern betĂ€tigen. So wurde er z. B. 1870 wieder ins ReprĂ€sentantenhaus von Illinois gewĂ€hlt und wurde außerdem PrĂ€sident des ersten Direktoriums der Eisenbahn-Kommission von Illinois. 1872 gehörte er noch einmal zur WahlmĂ€nnerversammlung, die Horace Greeley als US-PrĂ€sidentschaftskandidaten nominierte. Im selben Jahr kandidierte er auch fĂŒr das Amt des Gouverneurs von Illinois, doch die Wahl gewann der Republikaner Richard James Oglesby (1824–1899), der schon in seinem ersten Amtsjahr 1873 von seinem Parteifreund John Lourie Beveridge abgelöst wurde (siehe: Liste der Gouverneure von Illinois), spĂ€ter, von 1885 bis 1889, das Gouverneursamt aber erneut bekleidete. Körner betĂ€tigte sich weiterhin als Rechtsanwalt, schrieb auch Artikel fĂŒr etliche Zeitungen. Auf Empfehlung seines Freundes und Biografen Heinrich Rattermann (1832–1923) begann er Ende 1886 in Belleville mit der Niederschrift seiner Memoiren. Körner dachte dabei nicht an eine Publizierung – er brachte die ausfĂŒhrliche RĂŒckschau auf sein Leben als Erinnerung fĂŒr seine Kinder zu Papier.

Gustav Körner starb im April 1896 und wurde in seiner zweiten Heimat Belleville auf dem „Walnut Hill Cemetery“ neben seiner 1888 verstorbenen Ehefrau Sophie begraben. Auf diesem Friedhof befindet sich auch das Grab des deutschen Unternehmers Moritz von DobschĂŒtz (1831–1913). Körners Memoiren wurden 1909, 13 Jahre nach seinem Tod und im Jahr seines 100. Geburtstages, in zwei BĂ€nden in Cedar Rapids (Iowa) als Buch veröffentlicht. Körners ehemaliges Wohnhaus ist heute im „National Register of Historic Places“ verzeichnet. Es wurde 2001 von der Stadt Belleville erworben. Die Historische Gesellschaft des St. Clair County (St. Clair County Historical Society) ĂŒbernahm die FederfĂŒhrung des Restaurierungs- und Umbauprojektes, mit dem bald danach begonnen wurde. Das Gustave-Koerner-House an der 200 Abend Street/Ecke Mascoutah Avenue soll kĂŒnftig als Museum an den großen Deutschamerikaner Gustav Körner erinnern.

Deutscher Weihnachtsbaum

Beinahe alle Jahre wieder tauchen in US-Medien Berichte auf, wonach Gustav Körner die typisch deutsche Sitte des beleuchteten und geschmĂŒckten Weihnachtsbaums in den USA eingefĂŒhrt habe – und dies schon 1833 in der NĂ€he von Belleville. Diese Geschichten gehen auf die Schilderung des ersten Weihnachtsfestes der pfĂ€lzischen Auswandererfamilie Engelmann, der sich Körner angeschlossen hatte, in der Siedlung der sogenannten „Lateinischen Bauern“ bei Belleville zurĂŒck. Im extrem kalten Winter 1833/34 diente in Ermangelung einer Tanne die Spitze eines jungen Fenchelholzbaumes (Sassafras), die noch ein paar grĂŒne BlĂ€tter trug, als Weihnachtsbaumersatz. Der Sassafras wurde mit BĂ€ndern, bunten Papierstreifen, Äpfeln, NĂŒssen, Backwerk und Kerzen geschmĂŒckt. „Vielleicht war dies der erste Weihnachtsbaum, dessen Lichter an den Ufern des Mississippi entzĂŒndet wurden“, hielt Gustav Körner spĂ€ter in seinen Memoiren fest. Dass dieser Sassafras – obwohl der Weihnachtsbaum 1833 in den Vereinigten Staaten lĂ€ngst nicht mehr unbekannt war – spĂ€ter in Medienberichten zum ersten Weihnachtsbaum der gesamten USA hochstilisiert wurde, geht wohl kaum auf das Konto Gustav Körners. Allerdings soll schon ein Jahr zuvor der aus Hessen stammende deutsch-amerikanische Schriftsteller Karl Follen einen Weihnachtsbaum in seinem Haus in Cambridge aufgestellt und so den Brauch in Neuengland und den Vereinigten Staaten eingefĂŒhrt habencite-ref-4[4].cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]

Angriff des „rothen Doktors“

Ein Jahr nach dem Tod Körners griff Ernst Schmidt (1830–1900), Amerika-Auswanderer der „Achtundvierziger“-Generation und als „rother Doktor von Chicago“ in die Geschichte eingegangen, den Belleviller Politiker heftig an. In dem Beitrag „Ein dunkler Brief“ fĂŒr „Die Fackel“, das Sonntagsblatt der Chicagoer Arbeiter-Zeitung, vom 5. Dezember 1897, warf Schmidt Gustav Körner vor, der ehemalige Frankfurter AttentĂ€ter von 1833 habe im Jahre 1887 schriftlich an den Gouverneur von Illinois, Richard Oglesby, appelliert, die in einem umstrittenen Prozess zum Tode verurteilten AttentĂ€ter der Chicagoer Heumarkt-AffĂ€re (Haymarket Riot) von 1886 keinesfalls zu begnadigen. Am Heumarkt hatte ein Unbekannter auf einer gewerkschaftlichen Protestversammlung am 1. Mai ein Bombenattentat verĂŒbt. Den Brief an Oglesby, so Schmidt, mĂŒsse Körner in „einer dunklen Stunde“ seines Lebens geschrieben haben. Gerade er als ehemaliger Frankfurter AttentĂ€ter hĂ€tte vielmehr mit seinem ganzen Einfluss „fĂŒr Gnade eintreten“ mĂŒssen. Der Vorwurf gegen Körner wurde 1968 von Frederick R. Schmidt in dem in Santa Fe erschienenen Buch „He Chose“ ĂŒber Ernst Schmidt wiederholt und findet sich ebenso in der 2003 in Frankfurt am Main erschienenen Biographie des Arztes und SozialrevolutionĂ€rs Dr. Ernst Schmidt wieder, die aus der Feder von Axel W.-O. Schmidt stammt und den Titel trĂ€gt: „Der Rote Doktor von Chicago – ein deutsch-amerikanisches Auswandererschicksal.“ Doch weder Ernst Schmidt (1897) noch Frederick R. Schmidt (1968) noch Axel W.-O. Schmidt (2003) waren in der Lage, den angeblichen Körner-Brief an Oglesby im Wortlaut wiederzugeben oder eine Quellenangabe zu diesem SchriftstĂŒck zu liefern. In den umfangreichen Oglesby-Papieren der Lincoln-Bibliothek und des Lincoln-Museums in Springfield jedenfalls ist ein solches Schreiben Körners nicht ĂŒberliefert, obwohl es dort eine Reihe anderer an Oglesby gerichtete Schreiben zu den Gerichtsurteilen der Heumarkt-AffĂ€re gibt (Auskunft der Kuratorin fĂŒr Manuskripte der Abraham Lincoln Presidential Library, Cheryl Schnirring, vom 30. MĂ€rz 2007).

Der 200. Geburtstag

Frankfurt widmete 2009 Körners Schulfreund Heinrich Hoffmann, dem „Struwwelpeter“-Autor und Psychiater, anlĂ€sslich seines 200. Geburtstages nicht weniger als acht Ausstellungen und obendrein ein großes Rahmenprogramm. Dagegen ignorierte die Stadt denselben Jahrestag des Deutschamerikaners Gustav Körner (20. November) völlig. Dabei verfĂŒgt das Frankfurter Institut fĂŒr Stadtgeschichte, eines der grĂ¶ĂŸten deutschen Stadtarchive, ĂŒber eine Reihe von Dokumenten zu Gustav Körner. Darunter befindet sich der Steckbrief, der kurz nach dem Wachensturm im Zuge der Fahndung nach dem flĂŒchtigen RevolutionĂ€r in Frankfurt veröffentlicht wurde.

Körners zweite Heimat Belleville beging den 200. Geburtstag Körners mit einem festlichen Dinner. Daran nahmen auch Nachfahren der Familien Körner und Engelmann aus den US-Bundesstaaten Kalifornien, Maine und Michigan teil. Am Tag darauf pflanzten sie am Grabe Körners auf dem Belleviller Stadtfriedhof „Walnut Hill“ eine amerikanische Weiß-Eiche. Der „White Oak“ gilt als offizieller Staatsbaum von Illinois. In Körners ehemaligem Wohnhaus informierten sich die GĂ€ste anschließend ĂŒber den Umbau des BacksteingebĂ€udes zu einem Museum, das dem bekannten Deutschamerikaner gewidmet werden soll. Dieses Museum soll auch Körners Freundschaft mit Abraham Lincoln beleuchten, dessen Geburtstag sich 2009 ebenfalls zum 200. Mal jĂ€hrte und zu den wichtigsten JubilĂ€umsdaten dieses Jahres in den USA zĂ€hlte. Nachfahren Körners ĂŒberreichten dem Belleviller BĂŒrgermeister Mark Eckert beim festlichen Dinner aus Familienbesitz ein wertvolles Exponat fĂŒr das geplante Körner-Museum: ein schweres Silbertablett, das Spaniens Königin Isabella II. 1864 Gustav Körner zu seiner Verabschiedung als US-Botschafter in Spanien geschenkt hatte.

In Frankfurt am Main gibt es im Westend zwar eine „Körnerstraße“. Doch die erinnert nicht an Gustav Körner, sondern an den Dichter der Befreiungskriege Carl Theodor Körner (1791–1813). In BĂŒchern ĂŒber berĂŒhmte Frankfurter sucht man den Namen Gustav Körner zumeist vergebens, beispielsweise in der renommierten Frankfurter Biographie. 1929, zur 100-Jahr-Feier des US-Generalkonsulats in Frankfurt, bemerkte eine vom Magistrat der Stadt herausgegebene Schrift allerdings: „Der bedeutendste von den ausgewanderten Frankfurtern war Dr. Gustav Peter Körner.“ Und 1963 hieß es in einer Dokumentation zum Besuch von US-PrĂ€sident John F. Kennedy in Frankfurt: „Bereits vor, aber auch nach der sogenannten Paulskirchenbewegung gewĂ€hrte Amerika in den Zeiten der politischen Reaktion den deutschen Demokraten Asyl. Einer unter den aufrechten Frankfurter Demokraten, die nach Amerika auswanderten, war Gustav Peter Körner.“ Der nicht aus Frankfurt stammende Deutschamerikaner Carl Schurz, dem die Stadt am Main 1929 zum 100. Geburtstag sogar einen Festakt in der Paulskirche widmete (Festredner: der damalige Reichstagsabgeordnete und spĂ€tere BundesprĂ€sident Theodor Heuss), wird seit vielen Jahren mit einer Gedenktafel an der Paulskirche geehrt. Den aufrechten Frankfurter Demokraten Gustav Körner sucht man dort vergebens.

Ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung der zweibĂ€ndigen Memoiren Gustav Körners (2009) gibt es in der UniversitĂ€ts- und BĂŒcherstadt Frankfurt, der Heimat Körners, noch immer keine vollstĂ€ndige deutsche Übersetzung dieses historisch interessanten Werkes. Lediglich die sieben studentischen Kapitel des ersten Bandes wurden 2003 von Kurt U. Bertrams in einer deutschen Übersetzung herausgebracht – dies allerdings unter dem englisch anmutenden Titel „Remembrances of the Burschenschaft“ (Hilden). Untertitel: „Studentische Erinnerungen eines deutschen RevolutionĂ€rs und amerikanischen Politikers 1829–1833“.

Gustav Körner scheint im Jahr seines 200. Geburtstages in seiner deutschen Heimatstadt Frankfurt fast vergessen zu sein. Der Amerikaauswanderer selbst hat die Stadt, aus der er stammt, nie vergessen. In seinem Buch „Aus Spanien“ (1867) schrieb Körner nach seiner RĂŒckreise vom Botschafterposten in Madrid, die ĂŒber Frankfurt fĂŒhrte: „Frankfurt! Hier hatte jeder Pflasterstein fĂŒr mich nicht eine historische, wie man meist in Hambach sagte, sondern eine individuelle Bedeutung. Welche GefĂŒhle durchströmten mich, als ich den Fuß auf den Steinweg setzte, um im alterthĂŒmlichen ‚Schwanen‘ abzusteigen. – Die Hauptwache, eine meiner letzten Erinnerungen des dritten Aprils. Auf dem Roßmarkt das Haus, in welchem ich meine letzte Nacht in Frankfurt, verwundet, zugebracht hatte. Von den Fenstern des Hotels, sah ich die alte Stadt-Allee, wo ich als Kind so oft gespielt, jetzt mit Göthe’s (viel zu collossalem) Standbild geschmĂŒckt. O wie schön ist Frankfurt geworden, mit seinem Kranz von herrlichen Gartenwohnungen. Die erste Stadt, die wie Amerika aussieht, sagten meine Kinder. Hier ist Leben, Treiben, freie Bewegung. Ueberhaupt ist doch Deutschland unendlich vorwĂ€rts gegangen.“

„Do right and fear no one“

Die Historische Gesellschaft des St. Clair County, in dem Belleville liegt, hat ihr großes Projekt, das ehemalige Wohnhaus Gustav Körners zu einem Koerner-Museum umzugestalten, unter dessen Leitwort „Do right and fear no one“ gestellt. Es war 2009 auch das Motto der Feiern zum 200. Geburtstag Gustav Körners. „Handle recht und scheue niemand“ war indes nicht Körners ganz persönliches Lebensmotto. Mit diesen Worten beschrieb er in seinen Memoiren vielmehr die „Religion“ der meisten Burschenschafter seiner Jenaer Studentenjahre – er dĂŒrfte damit aber auch seine eigene Grundhaltung als aktiver Burschenschafter gekennzeichnet haben. Eines seiner persönlichen Leitmotive stellte die „Belleviller Zeitung“ am 11. Januar 1899, fast drei Jahre nach Körners Tod, in einer Biografie in ihrer JubilĂ€umsausgabe zum 50. Jahrestag ihres ersten Erscheinens heraus: „Die ganze Arbeit seines langen, ruhmvollen Lebens mag als eine bestĂ€ndige Darlegung seines Lieblingsmottos aufgefaßt werden, nĂ€mlich: Keine Rechte ohne Pflichten, keine Pflichten ohne Rechte.“

Schriften

‱ Beleuchtung des Duden’schen Berichtes ĂŒber die westlichen Staaten Nordamerikas, von Amerika aus, Karl Körner (Hrsg.), Frankfurt (Main) 1834.
‱ Das Deutsche Element in den Vereinigten Staaten von Nordamerika 1818–1848, Verlag Wilde, Cincinnati 1880 und New York 1885 – Neudruck in: Crosscurrents: writings of German political emigrĂ©s in nineteenth-century America, Section 2: America and the Americans, Band 3, Verlag Peter Lang, New York, Bern und Frankfurt (Main) 1986, ISBN 0-8204-0045-9 (herausgegeben und mit einer Einleitung in englischer Sprache von Patricia A. Herminghouse). – Don Heinrich Tolzmann (Cincinnati, Ohio), Autor zahlreicher BĂŒcher zur deutsch-amerikanischen Geschichte und Kultur, hat Körners Buch in die englische Sprache ĂŒbersetzt, mit Anmerkungen versehen und einzelne Kapitel in mehreren regional gegliederten, von ihm herausgegebenen Publikationen veröffentlicht: "Missouri’s German Heritage." Milford, Ohio 2004, ISBN 1-932250-22-0; "Illinois’ German Heritage." Milford, Ohio 2005, ISBN 1-932250-27-1; "The German Element in the Northeast: Pennsylvania, New York, New Jersey & New England." Baltimore, Maryland 2010, ISBN 978-0-8063-5498-9; "The German Element in the Ohio Valley. Ohio, Kentucky & Indiana." Baltimore, Maryland 2011, ISBN 978-0-8063-5507-8.
‱ Remembrances of the Burschenschaft, Studentische Erinnerungen eines deutschen RevolutionĂ€rs und amerikanischen Politikers, Herausgeber: Kurt Ulrich Bertrams, WJK-Verlag, Hilden 2003, ISBN 3-933892-55-4
‱ Memoirs of Gustav Körner, 1809–1896, Herausgeber: Thomas J. McCormack, 2 BĂ€nde, Torch Press, Cedar Rapids (Iowa) 1909.
‱ Auszug aus den Gesetzen des Staates Illinois oder Sammlung derjenigen Rechtsvorschriften, die im bĂŒrgerlichen Leben am hĂ€ufigsten zur Anwendung kommen, begleitet von der UnabhĂ€ngigkeits-ErklĂ€rung und der Constitution der Ver. Staaten und des Staates Illinois, so wie von erleuternden Bemerkungen und Hinweisungen fĂŒr die deutschen BĂŒrger von Illinois, St. Louis 1838. (Dieses Werk ist das erste in St. Louis gedruckte deutschsprachige Buch.)
‱ Aus Spanien, Frankfurt (Main) 1867.

Literatur

‱ Horst Dippel: Körner, Gustav. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 12. Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 383–384 (deutsche-biographie.de).
‱ Heinrich Rattermann: Gustav Körner, deutsch-amerikanischer Jurist, Staatsmann, Diplomat und Geschichtsschreiber. Ein Lebensbild nach seiner unveröffentlichten Autobiografie, seinen Schriften und Briefen. Selbstverlag, Cincinnati (Ohio) 1902.
‱ Jay Monaghan: The Man Who Elected Lincoln. Verlag Babbs Merrill Co., New York 1956.
‱ Mark E. Neely Jr.: Gustave Philipp Koerner (1809–1896). In: The Abraham Lincoln Encyclopedia. McGraw-Hill Book Company, New York und St. Louis 1982.
‱ Bernd HĂ€ußler: Vom WachenstĂŒrmer zum Vertrauten Abraham Lincolns. Vor 100 Jahren starb Gustav Peter Körner / AnfĂŒhrer der „VormĂ€rz“-Opposition, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. April 1996.
‱ Thomas O. Jewett: Gustave Koerner and the Republican Party. In: Journal of St. Clair County History. Heft 32, St. Clair County Historical Society (Hrsg.), Belleville (Illinois) 2003.
‱ Cynthia A. Fuener: A Naturalized Politician: The Life of Gustave Koerner. In: Historic Illinois! Magazines. Heft 5/Band 27, Illinois Historic Preservation Agency, Springfield (Illinois) 2005.
‱ Wolfgang StĂŒken: Gustav Körner (1809–1896) – Bellevilles berĂŒhmter BĂŒrger. In: Bernd Broer, Otmar Allendorf, Heinz Marxkors, Wolfgang StĂŒken (Hrsg.): Auf nach Amerika! Band 3. Zur Amerika-Auswanderung aus dem Paderborner Land und zur Einwanderung aus Deutschland in die Region der Paderborner Partnerstadt Belleville, Illinois. Paderborn 2008, S. 145–180. Die BeitrĂ€ge „Adresse an das deutsche Volk“ – Appell von 1849 der Deutschamerikaner aus Belleville und Umgebung zum Kampf fĂŒr die ‚Deutsche Republik‘ (S. 75–92) und „Ein merkwĂŒrdig StĂŒck deutsches Leben“ – Das Lateinische Settlement östlich von Belleville (S. 181–212) desselben Autors befassen sich ebenfalls mit Gustav Körner. ISBN 978-3-89710-408-2
‱ Wolfgang StĂŒken: WestfĂ€lische Mitwisserin. Die Höxteranerin Pauline Jordan lauschte 1833 in Kassel einem brisanten GesprĂ€ch. In: Die Warte. Heimatzeitschrift fĂŒr die Kreise Paderborn und Höxter. 70. Jahrgang, Nr. 142, Sommer 2009 (ĂŒber Körners Besuch bei Sylvester Jordan am 27. Februar 1833 in der Phase der Vorbereitung des Frankfurter Wachensturms).
‱ Wolfgang P. Cilleßen und Jan Willem Huntebrinker (Hrsg.): Heinrich Hoffmann – Peter Struwwel. Ein Frankfurter Leben 1809–1894. Band 28 der Schriften des Historischen Museums Frankfurt am Main. Petersberg 2009. ISBN 978-3-86568-474-5. Der Begleitband zu einer Ausstellung ĂŒber Heinrich Hoffmann enthĂ€lt zahlreiche Hinweise auf dessen Freundschaft mit Gustav Körner und gemeinsame Erlebnisse der beiden Frankfurter in Kindheit und Jugend.
‱ Laura Girresch: 200 Years of Koerner. In: Belleville News-Democrat, 22. November 2009.
‱ Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 3: I–L. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 135–136.
‱ Körner, Gustav. In: James Grant Wilson, John Fiske (Hrsg.): Appletons’ CyclopĂŠdia of American Biography. Band 3: Grinnell – Lockwood. D. Appleton and Company, New York 1887, S. 570 (englisch, Textarchiv – Internet Archive).

Weblinks

Commons

: Gustav Körner

– Sammlung von Bildern

Wikisource: Gustav Philipp Körner

– Quellen und Volltexte

‱ Körner, Gustav. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
‱ Literatur von und ĂŒber Gustav Körner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Website „Gustave Koerner House“ mit Fotos und Literaturhinweisen von und ĂŒber Gustav Körner
‱ Teilnahme am Hambacher Fest
‱ Politisches Wirken (Memento vom 15. April 2013 im Internet Archive)
‱ 200. Geburtstag 2009
‱ Der erste Weihnachtsbaum in den USA (Memento vom 18. Mai 2014 im Internet Archive)
‱ Cynthia A. Fuener: A Naturalized Politician: The Life of Gustave Koerner (PDF; 30 kB)
‱ Thomas O. Jewett: Gustave Koerner and the Republican Party

Einzelnachweise

cite-note-0-11. ↑ Bernd HĂ€ußler: Vom WachenstĂŒrmer zum Vertrauten Abraham Lincolns. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 85, 11. April 1996, S. 46.
cite-note-21. Gustav Körner: Das deutsche Element in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, 1818-1848. [1880]. Herausgegeben und mit einer Einleitung in englischer Sprache von Patricia A. Herminghouse. New York. Bern. Frankfurt am Main : Lang 1986, S.6-7. - Abdruck der Erstausgabe Cincinnati : Wilde 1880. Aus dem Englischen ĂŒbersetzt.
cite-note-32. Das deutsche Element, S.11. Die Sperrung im Original.
cite-note-44. ↑ The Professor who brought the Christmas Tree to Newengland. (Memento des Originals vom 23. August 1999 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/news.harvard.edu In: Harvard Gazette, 1996
cite-note-55. ↑ Zehn Dinge, die Sie noch nicht wissen ĂŒber 
 SĂŒddeutsche Zeitung
cite-note-66. ↑ Ein Deutscher brachte den Christbaum in die USA. Welt Online